Mit regelmäßiger Bewegung an der
frischen Luft bleibt die ganze Familie
gesund!
Jeder Schritt zählt
Der Weg ist das Ziel. Wenn Sie bisher eher zu den Bewegungsmuffeln
gehörten, sollten Sie sich für den Anfang nicht zu viel
vornehmen, sonst werfen Sie spätestens nach zwei Wochen resigniert
das Handtuch. Bringen Sie zunächst einmal Ihren Alltag
in Schwung. Dafür müssen Sie
keine Sportskanone sein. Jeder
Schritt stärkt Körper und Seele.
Es ist einfach – und sehr effektiv!
Wer jeden Tag 10.000 Schritte
geht, verbrennt zwischen 2.000
und 3.500 Kalorien zusätzlich pro
Woche. Sportmediziner und
Wissenschaftler haben bestätigt,
dass dieses Pensum den Blutdruck
senkt und das Risiko von
Diabetes, Schlaganfall und Herzinfarkt
deutlich reduziert. Tatsächlich
kommt jedoch ein Büroangestellter,
der mit dem Auto
zur Arbeit fährt und es sich
abends auf dem Sofa gemütlich
macht, mit knapp 1.500 Schritten täglich aus. Das ist eindeutig zu
wenig! Briefträger, Kellnerinnen oder auch Eltern mit kleinen Kindern
bringen es hingegen locker auf 12.000 bis 18.000 Schritte.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Nutzen Sie das Bewegungsangebot
des Alltags? Wir haben ein paar Tipps, wie Sie Ihren Tag aktiver
gestalten können:
Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit. Sollten Sie auf Bus,
Bahn oder Auto angewiesen sein, weil die Strecke zu weit ist, steigen Sie eine Station früher aus oder parken Sie ein Stück
weiter entfernt und legen den Rest des Weges zu Fuß zurück.
Schon wenige Schritte an der frischen Luft machen Sie fit für
den Tag.
Meiden Sie Rolltreppe oder Fahrstuhl und nehmen Sie stattdessen
die Treppe. Das bringt den Kreislauf in Schwung,
strafft Po und Oberschenkel und beugt Krampfadern vor.
Stehen Sie im Büro häufiger mal auf und gehen Sie umher.
Anlässe gibt es genug: Rufen Sie Ihre Kollegen nicht an, sondern
schauen Sie persönlich bei ihnen vorbei, holen Sie sich
den Kaffee ein Stockwerk tiefer und verwenden Sie den Kopierer
am Ende des Flurs. Jeder Gang macht schlank und
gesund.
Nutzen Sie die Mittagspause für einen Spaziergang. Wenn Sie
dabei nicht auf Gesellschaft verzichten möchten, bitten Sie
Ihre Kollegen, Sie zu begleiten.
Erledigen Sie Ihre Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Im
Idealfall gehen Sie zweimal, falls Ihre Tragetaschen zu schwer
sein sollten.
Der OMRON Walking Style II zeigt Schritte, Laufdauer, Distanz, Kalorienverbrauch
und abgebautes Körperfett an.
Endlich Feierabend! Nach einer kurzen Ruhepause heißt es: Sportschuhe
anziehen und noch mal raus. Schon ein zügiger Spaziergang
von einer halben Stunde bringt Sie 2,5 Kilometer und damit
3.000 Schritte voran. Und
danach haben Sie immer
noch Zeit, sich mit Freunden
zu treffen, zu lesen
oder Ihre Lieblingssendung
zu sehen.
Wenn Sie nicht einschätzen
können, wie viel Sie
täglich zu Fuß gehen, ist
ein Schrittzähler genau das
Richtige für Sie. Nachdem
Sie Ihre Schrittlänge ermittelt haben, befestigen Sie das kleine
Gerät einfach am Hosenbund
und los geht’s! Am Ende des Tages
können Sie die Anzahl der
zurückgelegten Schritte auf dem
Display ablesen. Und nicht nur
das: Moderne Schrittzähler zeigen
darüber hinaus Laufdauer, Distanz,
verbrauchte Kalorien und
abgebautes Körperfett in Gramm
an. Dank neuester Technologie
sind einige der Leichtgewichte zudem
in der Lage, zwischen verschiedenen
Bewegungsarten zu
unterscheiden und den Kalorienverbrauch
bzw. Fettabbau entsprechend
anzupassen.
Mit der richtigen Ausstattung
macht das Bewegungsprogramm
doppelt so viel Spaß. Als zusätzliche Motivation haben wir ein
Schrittzähler-Tagebuch für Sie entworfen. So haben Sie auf Schritt
und Tritt Ihre Fitness im Blick.
Machen Sie mit:
Laden Sie das Schrittzähler-Tagebuch herunter und drucken es
mehrfach aus, bzw. legen es auf den Kopierer, um mehrere Wochenpläne
zu erhalten.
Messen Sie Ihre Schrittlänge und stellen Sie den Schrittzähler
entsprechend ein.
Tragen Sie jeden Abend die Anzahl der zurückgelegten
Schritte in Ihr Tagebuch ein. Auf Wunsch können Sie auch
Ihre Erfolge auf der Waage in der Übersicht notieren.
Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie die 10.000
Schritte nicht sofort erreichen. Setzen Sie sich jede Woche
ein neues Ziel, bis Sie Ihr optimales Tagespensum gefunden
haben.
Wie der Einstieg in ein bewegtes Leben aussehen kann, haben
Sie ja im letzten Kapitel erfahren. Derart in Schwung gebracht,
fällt der Übergang zu einem regelmäßigen Sportprogramm deutlich
leichter. Bevor Sie jedoch mit einer neuen Sportart beginnen,
sollten Sie folgende Hinweise beachten:
Lassen Sie sich vor Trainingsbeginn durchchecken:
Bei Bluthochdruck, Herzerkrankungen
oder orthopädischen Beschwerden
dürfen Sie nicht jede Sportart ausüben.
Gesundheits-Check Vor Trainingsbeginn sollten
Sie einen Arzt aufsuchen,
um zu klären, inwieweit Sie
sich belasten dürfen.
Grundsätzlich gilt: Erlaubt
ist, wozu Sie Lust haben
und was Ihnen gut tut.
Achten Sie dennoch auf die
Signale Ihres Körpers und
eventuelle Vorerkrankungen.
Erschöpfung, schmerzende
Knie oder Atemnot
dürfen nicht sein.
Die richtige Sportart
Suchen Sie sich einen Sport aus, der Ihnen Spaß macht. Wenn
Sie nicht gerne schwimmen oder mit Ballspielen auf Kriegsfuß
stehen, hat es keinen Sinn, diesen Sport auszuüben. Es gibt viele
Möglichkeiten, sich zu bewegen – nehmen Sie sich Zeit für die
Entscheidung und schnuppern Sie in verschiedene Kurse hinein.
Allein oder im Verein?
Wenn Sie möglichst unabhängig sein möchten, sind Ausdauersportarten
wie Joggen, Walken oder Radfahren genau richtig für
Sie. Rein in die Sportklamotten und los geht’s. Das gilt auch für
Fitness-Studios, die in der Regel sieben Tage die Woche geöffnet
haben. Für alle, die Geselligkeit schätzen und sich lieber an feste Zeiten halten, gibt es ebenfalls zahlreiche Angebote. Vereine,
Städte und Volkshochschulen haben von Aerobic über Badminton
bis hin zu Tanzen nahezu alles im Programm, was das Freizeitsportlerherz
erfreut.
Kalorienverbrauch im Alltag
Tätigkeit
Körpergewicht
(15 Minuten,
mittlere Intensität)
60 kg
80 kg
Einkäufe tragen
100
130
Putzen
50
70
Rasenmähen
100
130
Spazierengehen
50
70
Spielen mit Kindern
40
60
Staubsaugen
50
80
Treppensteigen
110
160
Der Trainingsplan Planen Sie Ihr Bewegungsprogramm
fest in
den Tagesablauf ein, das
hilft gerade am Anfang,
den inneren Schweinehund
zu überwinden.
Lassen Sie Ihren Biorhythmus
entscheiden,
ob Sie lieber morgens,
mittags oder abends
Sport machen. Morgenmuffel
werden sicher nicht um 7 Uhr in der Frühe ihre Bahnen
im Schwimmbad ziehen. Anderen wiederum fühlen sich fit
für den ganzen Tag, wenn sie morgens schon trainiert haben.
Belastung langsam steigern
Egal, für welche Sportart Sie sich entscheiden – fangen Sie langsam
an. Beim Joggen sollten Sie zu Beginn im Wechsel zwei
Minuten joggen und zwei Minuten gehen. Für Anfänger reichen
dann 15 bis 20 Minuten aus. Ab der dritten Woche vergrößern Sie
langsam die Abstände zwischen den Gehpausen und steigern die
Laufzeit insgesamt. Es empfiehlt sich, zwei- bis dreimal pro Woche
zu laufen. Achten Sie auf Ihren Puls! Als grobe Faustregel für ein
moderates Ausdauertraining gilt: Trainingspuls = 180 minus Lebensalter.
Nach wie vor aktuell ist auch der Slogan „Laufen ohne zu
schnaufen“ der Trimm-Dich-Bewegung aus den 70er Jahren. Wer
sich beim Sport noch unterhalten kann, vermeidet Überlastung.
Möchten Sie stattdessen oder zusätzlich noch in einem Fitness-
Center trainieren, sollten Sie auch hier zunächst mit kleinen Gewichten arbeiten und sich langsam steigern. In einem guten und
TÜV-geprüften Studio werden Sie von erfahrenen Sportlehrern
betreut und beraten.
Kalorienverbrauch beim Sport
Sportart
Körpergewicht
(30 Minuten,
mittlere Intensität)
60 kg
80 kg
Aerobic
180
240
Bergwandern
220
290
Gymnastik
120
160
Joggen
350
460
Krafttraining
200
270
Nordic Walking
300
400
Radfahren
180
240
Schwimmen
290
390
Spazieren gehen
100
130
Tanzen
90
120
Walking
170
220
Wandern
180
240
Belastung variieren
Ausdauersport stärkt das Herz-Kreislauf-System und kurbelt die
Fettverbrennung an. Gezieltes Krafttraining dient dem Muskelaufbau,
was wiederum Gelenke und Wirbelsäule stärkt. Mit Gymnastik
und Dehnübungen erhalten Sie Ihre Beweglichkeit – wie
Sie sehen, reicht es nicht, nur das eine oder das andere zu trainieren.
Die Kombination macht’s!
Die richtige Ausrüstung
Gute Schuhe sind gerade bei Ausdauersportarten das A und O.
Beim Laufen wirkt das Dreifache Ihres Körpergewichts auf die Gelenke.
Gute Schuhe federn die Belastung ab. Deshalb sollten Sie
sich beim Schuhkauf in einem Fachgeschäft beraten lassen. Das
gilt auch für Nordic Walking, Wandern oder Sportarten wie Tennis
und Badminton, die in der
Halle gespielt werden.
Sinnvoll ist auch Funktionsbekleidung
aus speziellen
synthetischen Materialien,
die den Schweiß
von der Haut nach außen
transportiert, so dass Sie
sich nicht erkälten. Auch
beim Kauf von Zubehör
wie Fahrrädern, Nordic-
Walking-Stöcken oder
Schwimmbrillen empfiehlt
es sich, Experten um Rat
zu fragen. Unser Tipp:
Sparen Sie nicht an der
Ausrüstung! Das geht auf
Kosten Ihrer Gesundheit.
Beim Nordic Walking ist die richtige
Stockhaltung das A und O, um den
opimalen Traningseffekt zu erzielen.
Ausdauertraining am Beispiel von
Nordic Walking
Nordic
Walking: Die Ausrüstung
Sie brauchen:
1 Paar Walking-, Jogging- oder leichte
Trekking-Schuhe
leichte, stabile und schwingungsarme
Stöcke in der richtigen Länge
dazu passenden Handschlaufen für die
optimale Kraftübertragung
Nordic Walking ist das ideale
Ganzkörpertraining für jedermann.
Das sportliche Gehen mit
Stöcken verbessert die Kondition,
kräftigt Beine und Oberkörper
und schont gleichzeitig die
Gelenke. Im Vergleich zum
Joggen wird der Bewegungsapparat
beim Nordic Walking
um 30 Prozent entlastet. Deshalb
ist dieser Sport besonders
geeignet für Menschen mit Übergewicht,
Knie- oder Rückenproblemen.
Ein weiteres Plus der
nordischen Walkingvariante: Es
werden bis zu 40 Prozent mehr Kalorien und Sauerstoff verbraucht
als beim normalen Gehen in der gleichen Geschwindigkeit.
Durch den Einsatz der Stöcke beanspruchen Sie außerdem
fast 90 Prozent der Skelettmuskulatur.
All diese gesundheitlichen Effekte erzielen Sie allerdings nur mit
der richtigen Technik. Auch wenn Nordic Walking schnell und
einfach zu erlernen
ist, empfiehlt sich
dennoch die Teilnahme
an einem
Kurs unter qualifizierter
Anleitung.
Erst wenn Sie die
Technik beherrschen,
sollten Sie
sich alleine auf den
Weg machen.
Nordic Walking - Die Technik
Der Kopf ist aufgerichtet, der Blick zeigt nach vorn.
Der Oberkörper ist leicht nach vorne geneigt.
Arm lang strecken, nach vorne führen und schräg nach hinten
aufsetzen (hohe Schubwirkung).
Schultern locker und entspannt halten. Schulterachse und Hüftachse
drehen sich gegeneinander.
Hände sind leicht geöffnet. Nur beim Aufsetzen des vorderen
Stocks wird die Hand kurz geschlossen.
Den anderen Arm bis hinter die Hüfte strecken, die Hand öffnen.
Gleichzeitig mit der rechten Ferse setzt der linke Stock auf
– und umgekehrt.
Einsatz des vorderen Stockes erfolgt zwischen den Füßen.
Große Schrittlänge.
Krafttraining: Übungen mit und ohne Hanteln
Unser Körper verfügt über ein leistungsfähiges System von mehr
als 600 Muskeln. Allein zum Schreiben eines Briefes benötigen
wir 57 Muskeln in Hand und Arm. Jede Bewegung erfordert also
Kraft, die wir gezielt trainieren müssen. Grundsätzlich gibt es drei
verschiedene Kraftarten: Maximalkraft, Schnellkraft und Kraftausdauer.
Aus gesundheitlicher Sicht machen Übungen zur Verbesserung
der Maximal- und Schnellkraft wenig Sinn. Besser ist es, die
Kraftausdauer zu stärken.
Zu fast jedem Muskel gibt es einen Gegenspieler – deshalb sollten
stets beide trainiert werden. Starke Partner sind zum Beispiel
Rücken und Bauch: Während die Rückenmuskeln die Wirbelsäule aufrichten, stabilisieren und entlasten, sorgen die Bauchmuskeln
dafür, dass wir im Lot bleiben – und weder ins Hohlkreuz fallen
noch einen Rundrücken bilden. Bei durchschnittlich entwickelter
Skelettmuskulatur empfiehlt es sich, die großen Muskelgruppen
zwei- bis dreimal pro Woche mit einer Intensität von 70 Prozent
der Maximalkraft zu belasten. Das bedeutet: wenig Gewicht und
viele Wiederholungen. In der Praxis sollten drei Sätze mit je 15
bis 25 Wiederholungen durchgeführt werden.
Viele Übungen lassen sich übrigens mit dem eigenen Körpergewicht
ausführen, für andere benötigen Sie Hanteln. Die beiden
Kraftübungen in unserem Fitness-Test dienen der Kräftigung von
Bauch und Oberschenkel. Auf diesen Seiten finden Sie eine Anleitung
zur Stärkung von Rücken, Nacken und Körperstatik.
Stützen Sie sich mit Hand und Knie auf einer Bank ab und halten
Sie den Rücken gerade. Das Standbein ist leicht gebeugt, der Blick
nach unten gerichtet. Nehmen
Sie die Hantel in die
andere Hand und ziehen
Sie den Arm so weit hoch,
bis Oberarm und Rücken
eine Linie bilden. Der
Unterarm bleibt gerade.
Kräftigung der Rückenmuskulatur
Legen Sie sich auf den Rücken und stellen Sie beide Beine auf. Heben
Sie langsam das Becken an, bis Sie nur noch auf den Schulterblättern
liegen und die Oberschenkel
mit dem Körper
eine Linie bilden. Halten
Sie die Spannung, so
lange Sie können.
Ganzkörper-Kräftigung (Rückseite)
Legen Sie sich auf den Bauch. Stellen Sie die Zehenspitzen auf
und spannen Sie Bauch, Beine und Po an. Kommen Sie nun so
weit hoch, bis Sie nur noch auf den Unterarmen liegen. Kopf,
Rücken und Beine
bilden eine Linie.
Halten Sie diese
Position mindestens
15 Sekunden.
Ganzkörper-Kräftigung (Vorderseite)
Jetzt legen Sie sich auf den Rücken und stützen sich unter Beibehaltung
der Körperspannung auf Ellbogen und Unterarme.
Dabei heben Sie das Becken so weit an, dass der
ganze Körper eine Gerade bildet. Halten
Sie diese Position
mindestens
15 Sekunden.