Bewegung - was?

Mit der richtigen Ausstattung macht ein Bewegungsprogramm doppelt so viel Spaß.

Fitness-Tracker

Um einschätzen zu können, wie viel Sie sich tatsächlich bewegen, hätten wir Ihnen noch vor wenigen Jahren einen Schrittzähler empfohlen. Doch die rasante Entwicklung der Technik hat klassische Schrittzähler überflüssig gemacht. Stattdessen erobern Smartwatches, Fitness-Tracker und andere tragbare Technologien – sogenannte "Wearables" – den Markt. Denn sie dokumentieren nicht nur die Anzahl der zurückgelegten Schritte, sondern legen ein genaues Geschwindigkeits- und Streckenprofil an, zeichnen den Kalorienverbrauch auf, erinnern Sie an Ihre Bewegungseinheiten und messen wichtige Vitaldaten. Bei den meisten Wearables lassen sich die Ergebnisse mit dem Smartphone synchronisieren und entsprechend auswerten.

Doch wo genau liegen die Unterschiede zwischen den Modellen und wie verhelfen uns Fitness-Tracker und Smartwatches zu mehr Bewegung?

Fitness-Tracker werden rund um die Uhr am Handgelenk getragen. Auf diese Weise überwachen sie unsere Aktivitäten Tag und Nacht, mahnen zu mehr Bewegung oder zu mehr Schlaf. Nach Auskunft des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. Bitkom ist die Erinnerungsfunktion bei den Nutzern von Fitness-Trackern besonders beliebt – nach längeren Ruhepausen darauf hingewiesen zu werden, eine Runde zu joggen oder spazieren zu gehen, motiviert offenbar dauerhaft zu mehr Bewegung. So wird aus dem Schrittzähler ein Personal Trainer. Wer den Austausch mit Gleichgesinnten sucht, kann im Internet auf den Webseiten der Gerätehersteller oder über Facebook und Twitter mit ihnen in Kontakt treten und über seine Erfahrungen, Fortschritte und Rückschläge berichten.

Der Mehrwert einer Smartwatch besteht in deren Vernetzung mit weiteren Anwendungen und Geräten. Zumindest theoretisch verbindet eine Smartwatch die Funktionen einer klassischen Uhr, eines Smartphones und eines Fitness-Trackers. Derzeit entfalten die Datenuhren ihre volle Funktionsfähigkeit jedoch nur in Verbindung mit einem Smartphone. In diesem Jahr will Apple die iWatch auf den Markt bringen, die unabhängig vom iPhone genutzt werden kann und sogar den Datenaustausch mit Apps für Android-Geräte ermöglichen soll. Die Zukunft der Datenuhren liegt jedoch nicht nur im Fitness-Bereich, sondern vor allem im Gesundheitswesen. Sie könnten der Langzeitüberwachung von Patienten mit Herzerkrankungen, Diabetes oder Epilepsie dienen. Die Daten würden direkt an den Arzt übertragen, der bei Abweichungen und im Notfall sofort eingreifen könnte. Auch für Krankenkassen könnten die Informationen im Rahmen von Bonusprogrammen interessant sein.

Doch das ist derzeit noch Zukunftsmusik. Für Sporteinsteiger, die einen kleinen Motivationskick brauchen, um ihren inneren Schweinehund zu überwinden, und die ihre Erfolge nachvollziehen und messen möchten, sind Fitness-Tracker und Smartwatches gleichermaßen attraktiv.

Mit der richtigen Ausstattung macht ein Bewegungsprogramm doppelt so viel Spaß.

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